YouTube-RPM und -CPM erklärt: was Creator wirklich verdienen
YouTube Studio zeigt zwei Werte pro 1.000 Aufrufe, die sich ähneln und doch verschieden sind: CPM und RPM. Der CPM ist, was Werbetreibende zahlen; der RPM ist, was Sie verdienen. Wer beide verwechselt, schätzt seine Einnahmen meist um ein Vielfaches zu hoch. Dieser Ratgeber verwendet die Definitionen und Zahlen von YouTube selbst.
CPM: was Werbetreibende zahlen
YouTube definiert den CPM als das, was Werbetreibende für 1.000 Werbeimpressionen ausgeben. Er wird vor dem Anteil von YouTube gemessen und zählt nur Aufrufe, bei denen Werbung lief. Ein Aufruf kann mehr als eine Anzeige enthalten, deshalb zeigt YouTube auch einen wiedergabebasierten CPM pro 1.000 monetarisierte Wiedergaben.
Das Beispiel von YouTube: Ein Video hat 5.000 Aufrufe; bei 1.000 läuft eine Anzeige, bei 500 laufen zwei. Das sind 1.500 monetarisierte Wiedergaben und 2.000 Werbeimpressionen. Haben die Werbetreibenden insgesamt 7 US-Dollar bezahlt, beträgt der CPM 7 ÷ 2.000 × 1.000 = 3,50 US-Dollar und der wiedergabebasierte CPM 7 ÷ 1.500 × 1.000 = 4,67 US-Dollar.
RPM: was Sie verdienen
Der RPM, Umsatz pro 1.000 Aufrufe, ist das, was Sie je 1.000 Aufrufe verdient haben. Er wird nach dem Anteil von YouTube gemessen, zählt alle Aufrufe, auch die vielen ohne Werbung, und rechnet alle Einnahmen ein, die YouTube Ihnen zahlt: Werbung, Kanalmitgliedschaften, YouTube Premium, Super Chat und Super Sticker.
Im Beispiel oben erhielten Sie mit dem Anteil von 55 % für lange Videos und ohne weitere Einnahmen 7 × 55 % = 3,85 US-Dollar, also einen RPM von 3,85 ÷ 5.000 × 1.000 = 0,77 US-Dollar. Der CPM der Werbetreibenden lag bei 3,50. Dieser Abstand ist normal – und deshalb gehört nur der RPM in eine Einnahmenschätzung.
CPM und RPM im Vergleich
| CPM | RPM | |
|---|---|---|
| Was er beschreibt | Was Werbetreibende ausgeben | Was Sie verdienen |
| Anteil von YouTube | Davor | Danach |
| Gezählte Aufrufe | Nur Aufrufe mit Werbung (pro 1.000 Impressionen) | Alle Aufrufe |
| Enthaltene Einnahmen | Werbung und YouTube Premium | Werbung, Mitgliedschaften, Premium, Super Chat und Super Sticker |
Wie YouTube das Geld aufteilt
Creator im YouTube-Partnerprogramm erhalten 55 % der Werbeeinnahmen ihrer langen Videos und 45 % bei Shorts. Shorts werden anders bezahlt: Jeden Monat fließen die Werbeeinnahmen aus dem Shorts-Feed in einen Creator-Pool, der nach dem Anteil jedes Creators an den engagierten Aufrufen in jedem Land verteilt wird; Creator behalten 45 % ihres Anteils. Musik in einem Short verringert Ihren Anteil am Pool nicht.
Wer verdienen kann – heute und ab Februar 2027
Heute kann ein Kanal mit 1.000 Abonnenten und zusätzlich 4.000 gültigen Wiedergabestunden in den letzten 12 Monaten oder 10 Millionen gültigen Shorts-Aufrufen in den letzten 90 Tagen an der Werbeumsatzbeteiligung teilnehmen. Stunden aus Aufrufen im Shorts-Feed zählen nicht zu den 4.000.
Neue Bedingungen gelten ab dem 1. Februar 2027 und müssen bis zum 31. Januar 2027 in YouTube Studio akzeptiert werden. Neue Bewerber brauchen dann 8.000 gültige Wiedergabestunden in den letzten 365 Tagen oder 20 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in den letzten 90 Tagen; Kanäle, die bereits im Programm sind, betrifft das nicht. Und die Umsatzbeteiligung für Shorts wird nur in Monaten gezahlt, in denen ein Kanal 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in den letzten 90 Tagen hatte; darunter verdient er weiter mit seinen langen Videos.
Einen Monat schätzen
Multiplizieren Sie die erwarteten Aufrufe mit Ihrem eigenen RPM aus YouTube Studio (Analytics, Umsatz), getrennt für lange Videos und Shorts, denn deren RPM sind sehr verschieden:
- 250.000 Aufrufe langer Videos bei einem RPM von 2,50: 250.000 ÷ 1.000 × 2,50 = 625.
- 5 Millionen engagierte Shorts-Aufrufe bei einem RPM von 0,08: 5.000.000 ÷ 1.000 × 0,08 = 400.
- Zusammen: 1.025 im Monat, vor Steuern.
Diese RPM sind ein Beispiel, keine Durchschnittswerte: Der RPM hängt davon ab, wer zuschaut, wo diese Menschen leben und wen Werbetreibende erreichen wollen. Verwenden Sie Ihren eigenen.
Sponsoring wird anders berechnet
Ein Sponsoring wird mit der Marke vereinbart, sein Preis ergibt sich also nicht aus Ihrem RPM. Viele Creator berechnen es mit einem eigenen TKP auf ihre durchschnittlichen Aufrufe: 25.000 Aufrufe bei einem TKP von 18 ergeben 450 für eine Integration, während dieselben 25.000 Aufrufe bei einem Werbe-RPM von 2,50 nur 62,50 bringen. Nutzungsrechte, Exklusivität und eine Agenturprovision kommen hinzu. Bezahlte Werbung muss auf YouTube in den Videodetails angegeben werden; Zuschauer sehen dann einen Hinweis.
Häufige Fragen
Warum ist mein RPM so viel niedriger als der CPM?
Weil der RPM nach dem Anteil von YouTube gemessen wird und Ihre Einnahmen durch alle Aufrufe teilt, auch durch die vielen ohne Werbung. Der CPM zählt nur Werbeimpressionen und liegt vor der Aufteilung.
Enthält der RPM YouTube Premium und Mitgliedschaften?
Ja. Der RPM rechnet Werbung, Kanalmitgliedschaften, YouTube Premium, Super Chat und Super Sticker ein. Der CPM enthält nur Werbung und YouTube Premium.
Zählen Shorts-Aufrufe zu den 4.000 Wiedergabestunden?
Nein. Gültige Wiedergabestunden aus dem Shorts-Feed zählen nicht zu den 4.000 Stunden; für Shorts gibt es einen eigenen Weg, 10 Millionen gültige Aufrufe in 90 Tagen.
Was ändert sich am 1. Februar 2027?
Neue Bewerber brauchen 8.000 Wiedergabestunden oder 20 Millionen Shorts-Aufrufe, und die Umsatzbeteiligung für Shorts setzt 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in den letzten 90 Tagen voraus, monatlich geprüft. Kanäle im Programm behalten ihre Einnahmen aus langen Videos, und alle müssen die neuen Bedingungen bis zum 31. Januar 2027 akzeptieren.
Kann ich den RPM eines anderen Kanals verwenden?
Nur als grobe Orientierung. Der RPM hängt vom Publikum, seinen Ländern und dem Thema ab; maßgeblich ist der Wert in Ihrem eigenen YouTube Studio.
Quellen
- YouTube Help — Revenue per mille (RPM) and cost per mille (CPM)
- YouTube Help — YouTube Partner Program overview & eligibility
- YouTube Help — YouTube Shorts monetization policies
- YouTube Official Blog — YouTube Partner Program, explained (3 February 2025)
- YouTube Official Blog — YouTube Partner Program updates for 2027 (10 August 2026)
- YouTube Help — Add paid product placements, sponsorships & endorsements
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