PDFs im Browser bearbeiten: Was beim Zusammenfügen, Teilen und Umwandeln erhalten bleibt
Ein PDF beschreibt Seiten exakt: Jede Textzeile, jedes Bild und jede Schrift steht an einer festen Position – deshalb sieht die Datei auf jedem Gerät gleich aus. Werkzeuge, die PDFs zusammenfügen, teilen, drehen oder umwandeln, arbeiten mit diesen Seiten. Was mit allem drumherum geschieht, etwa mit Lesezeichen, Links zwischen Seiten, Formularfeldern und den Informationen des Dokuments selbst, hängt vom jeweiligen Vorgang ab, und manches davon geht verloren. Dieser Ratgeber erklärt, was jeder Vorgang erhält, wie Seitengrößen und Bildauflösung funktionieren, was die Metadaten eines PDFs verraten können und warum Abdecken von Text nicht dasselbe ist wie Entfernen. Das beschriebene Verhalten ist das der PDF-Werkzeuge von nTools, die für diesen Ratgeber an einer Beispieldatei getestet wurden; andere Software kann sich anders verhalten.
Wie ein PDF eine Seite misst
Größen werden in einem PDF in Punkt angegeben; ein Punkt ist 1/72 Zoll, also etwa 0,353 mm. Eine Seite ist schlicht eine Breite und eine Höhe in Punkt:
| Seitenformat | Millimeter | Punkt |
|---|---|---|
| A4 | 210 × 297 | 595,28 × 841,89 |
| A5 | 148 × 210 | 419,53 × 595,28 |
| US Letter | 215,9 × 279,4 | 612 × 792 |
| US Legal | 215,9 × 355,6 | 612 × 1.008 |
Weil die Größe zu jeder einzelnen Seite gehört, kann ein PDF verschiedene Formate und Ausrichtungen mischen, und fügt man ein A4-Dokument mit einem Letter-Dokument zusammen, bleiben beide so, wie sie sind.
Was Zusammenfügen, Teilen und Drehen erhalten
Beim Zusammenfügen und Teilen entsteht ein neues PDF, in das die Seiten kopiert werden. Die Seiten selbst kommen unversehrt an, manches, was zum Dokument und nicht zu einer einzelnen Seite gehört, jedoch nicht. Drehen ändert nur eine Einstellung auf jeder Seite und speichert das Dokument als neue Datei; es erhält daher alles in der Tabelle – allerdings ist, wie nach jeder Änderung, eine digitale Signatur des Originals nicht mehr gültig:
| Bestandteil der Datei | Zusammenfügen | Teilen, Extrahieren, Neu anordnen | Drehen |
|---|---|---|---|
| Seiteninhalt mit markierbarem Text | Erhalten | Erhalten | Erhalten |
| Links zu Websites | Erhalten | Erhalten | Erhalten |
| Links zu anderen Seiten des Dokuments | Funktionieren nicht mehr | Funktionieren nicht mehr | Erhalten |
| Lesezeichen | Verloren | Verloren | Erhalten |
| Ausfüllbare Formularfelder | Werte sichtbar; das Formular funktioniert möglicherweise nicht mehr | Werte sichtbar; das Formular funktioniert möglicherweise nicht mehr | Erhalten |
| Titel, Autor und andere Dokumentinformationen | Nicht übernommen | Aus dem Original kopiert | Erhalten |
Ist ein Dokument auf Lesezeichen oder ein ausfüllbares Formular angewiesen, sollte man das Original behalten und die zusammengefügte Datei als Kopie zum Lesen weitergeben – oder mit einer Software zusammenfügen, die Lesezeichen und Formulare neu aufbaut.
Drehen ohne Qualitätsverlust
Eine PDF-Seite hat eine Einstellung für die Drehung um 0, 90, 180 oder 270 Grad, die PDF-Programme beim Anzeigen oder Drucken der Seite anwenden. Beim Drehen ändert sich nur diese Einstellung: Nichts wird neu gezeichnet oder neu komprimiert, der Text bleibt markierbar, und dreht man dieselbe Seite viermal um 90 Grad, steht sie wieder so da wie am Anfang. Eine Drehung wird zu der bereits vorhandenen addiert; eine gescannte Seite, die seitlich gekippt geöffnet wird, lässt sich deshalb mit einer einzigen Drehung in die richtige Richtung korrigieren.
Bilder in PDF: wie die Seiten entstehen
Ein JPEG-Foto wird genau so, wie es ist, Byte für Byte in das PDF übernommen; es wird also kein zweites Mal komprimiert und verliert keine Qualität. Ein PNG-Bild wird verlustfrei komprimiert gespeichert, wobei 16-Bit-Bilder auf 8 Bit pro Kanal reduziert werden. Das fertige PDF ist deshalb etwa so groß wie alle Bilder zusammen; um es kleiner zu machen, verkleinert man zuerst die Bilder.
Auf einer A4- oder Letter-Seite wird jedes Bild so skaliert, dass es innerhalb eines Rands von 24 Punkt (etwa 8,5 mm) Platz findet, und bei automatischer Ausrichtung wird die Seite für Bilder, die breiter als hoch sind, ins Querformat gedreht. Smartphone-Fotos werden oft seitlich gekippt gespeichert, mit einer Angabe, wie sie zu drehen sind; das Werkzeug liest diese Angabe und platziert jedes Foto richtig herum, ebenfalls ohne erneute Komprimierung. Mit der Option „Originalgröße“ wird jedes Pixel zu 0,75 Punkt – das entspricht den am Bildschirm üblichen 96 Pixeln pro Zoll –, sodass ein Bild mit 1.200 × 900 Pixeln eine Seite von 900 × 675 Punkt ergibt, etwa 31,8 × 23,8 cm.
PDF in Bilder: die Auflösung wählen
In umgekehrter Richtung wird jede Seite als Bild gezeichnet. Die Auflösung legt fest, wie viele Pixel jeder Zoll der Seite erhält:
| Auflösung | A4-Seite in Pixeln | Geeignet für |
|---|---|---|
| 72 DPI | 596 × 842 | Miniaturansichten und schnelle Vorschauen |
| 108 DPI | 893 × 1.263 | Lesen am Bildschirm |
| 144 DPI | 1.191 × 1.684 | Schärferen Text und Hineinzoomen |
PNG erhält jedes Pixel exakt und eignet sich für Text und Diagramme; JPEG erzeugt in der gewählten Qualität kleinere Dateien und eignet sich für Fotos. In beiden Fällen wird der Text Teil des Bildes: Er lässt sich nicht mehr markieren, kopieren oder per Suche finden. Bis zu 20 Seiten lassen sich auf einmal umwandeln.
Was die Metadaten eines PDFs verraten
Die meisten PDFs enthalten einen kurzen Datensatz über sich selbst, die Dokumentinformationen: Titel, Autor, Thema und Stichwörter, die Anwendung, mit der das Original erstellt wurde, etwa ein Textverarbeitungsprogramm, die Software, die das PDF erzeugt hat, sowie das Erstellungsdatum und das Datum der letzten Änderung. Beim Lesen sind sie unsichtbar, doch jeder kann sie anzeigen lassen, und oft enthalten sie den Namen einer Person oder die Software einer Organisation.
Dateien können außerdem einen zweiten, längeren Metadatenblock in einem Format namens XMP enthalten. Die Metadatenanzeige von nTools zeigt die Dokumentinformationen – also das, was PDF-Programme meist unter den Dokumenteigenschaften anzeigen –, nicht aber den XMP-Block, der dieselben Namen enthalten kann. Zusammengefügte, geteilte und extrahierte Dateien übernehmen den XMP-Block nicht; eine gedrehte Datei behält ihn.
Text zu verdecken heißt nicht, ihn zu entfernen
Ein schwarzes Rechteck über Text zu zeichnen oder seine Farbe auf Weiß zu ändern, deckt ihn nur ab. Der Text steht weiterhin in der Datei: In der für diesen Ratgeber getesteten Beispieldatei kam eine unter einem schwarzen Kasten versteckte Zahl mit einem gewöhnlichen Kopieren und Einfügen sofort wieder zum Vorschein. Um Informationen zu entfernen, verwendet man eine echte Funktion zum Schwärzen, die den darunterliegenden Inhalt löscht, oder man wandelt die Seiten in Bilder und wieder zurück in ein PDF um, wodurch nur die Pixel übrig bleiben; der Text ist dann nicht mehr durchsuchbar, und die neue Datei übernimmt die Dokumentinformationen des Originals nicht.
Grenzen und Datenschutz
- Alle PDF-Werkzeuge von nTools laufen im Browser: Die Dateien werden auf dem eigenen Gerät gelesen und geschrieben und nie hochgeladen.
- Ein einzelnes PDF darf bis zu 80 MB groß sein, bei insgesamt 150 MB pro Vorgang; Bilder dürfen jeweils bis zu 30 MB und zusammen 80 MB groß sein. Beim Teilen entstehen bis zu 30 Dateien auf einmal.
- Passwortgeschützte PDFs sowie PDFs, die gegen Drucken oder Bearbeiten gesperrt sind, können diese Werkzeuge nicht öffnen. Das Passwort entfernt man vorher in der Anwendung, mit der es festgelegt wurde – sofern man das darf.
Häufige Fragen
Warum sind meine Lesezeichen nach dem Zusammenfügen verschwunden?
Lesezeichen gehören zum Dokument, nicht zu den Seiten, und beim Zusammenfügen entsteht aus den Seiten ein neues Dokument. Dasselbe gilt für Links, die auf eine andere Seite springen, und für ausfüllbare Formulare.
Verringert das Drehen eines PDFs die Qualität?
Nein. Beim Drehen ändert sich nur eine Einstellung der Seite; nichts wird neu gezeichnet oder neu komprimiert.
Warum kann ich den Text nach dem Umwandeln der Seiten in Bilder nicht markieren?
Weil der Text zu Pixeln im Bild geworden ist. Wird der Text gebraucht, sollte man das Original-PDF behalten.
Werden meine Dateien hochgeladen?
Nein. Alle PDF-Werkzeuge von nTools verarbeiten die Dateien im Browser, auf dem eigenen Gerät.
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